Das Rough (sprich: “raff”) ist der Teil des Golfplatzes, der abseits des Fairways, des Abschlags und des Greens liegt. Damit trennt das Rough nicht nur die einzelnen Bereiche einer Golfbahn voneinander ab, sondern auch die Golfbahnen untereinander.

Golfplatz-Rough

Allgemeines zum Rough

Das Rough kann aus hochgewachsenem Rasen bestehen oder auch aus dichten Büschen und Sträuchern sowie Bäumen, häufig aus einer Kombination aus allem. Auf einen Golfplätzen, besonders in wärmeren Ländern, kann dieser Teil des Platzes auch schlichtweg aus einer Sandfläche bestehen (nicht zu verwechseln mit Bunkern). Während der Rasen auf dem Fairway und dem Green stets kurz gehalten wird, wird im Rough oft nicht häufiger als zwei, drei Mal im Jahr gemäht.

Je nach Golfplatz kann das Rough bis zu drei Viertel der gesamten Fläche des Golfplatzes einnehmen.

Zwischen dem kurz gemähten Fairway und dem dichten Rough liegt auf einigen Golfplätzen das mittelhoch gemähte Semi-Rough. Dieser Bereich bildet einen sanften Übergang zwischen den beiden Bereichen. Das Semi-Rough ist auf einen Anlagen abermals unterteilt, in “first cut”- und “second cut”-Semi-Rough. Das “first cut”-Rough ist kürzer gemäht als das “second cut”-Rough.

Die Funktion des Roughes

Die Bereiche neben den Fairways werden von Golfplatz-Architekten bewusst mit Sträuchern und Bäumen “zugestellt”, damit es eine deutliche Abgrenzung zu anderen Spielbahnen gibt. Zudem sollen die natürlich gehaltenen Hindernisse dafür sorgen, dass sich darin schlecht geschlagene Golfbälle verfangen und nicht umgehend auf anderen Bahnen landen.

Zudem gibt dieses Areal den Golfplatz-Architekten die Möglichkeit, den Eindruck eines relativ naturbelassenem Umfeldes zu vermitteln. Die Anlage erhält somit einen eigenen Charakter.

Selbstverständlich dienen das dichte Gras und die Büsche auch dazu, den Schwierigkeitsgrad einer Spielbahn zu erhöhen. Ein Ball lässt sich aus einem tiefen Gestrüpp schließlich viel schwieriger spielen als von einer kurz gemähten Rasenfläche.

Das sagen die Golfregeln

Zunächst einmal gilt, dass der Golfball im Dickicht genauso gespielt wird, wie in allen anderen Arealen einer Spielbahn auch (abgesehen von den rot gekennzeichneten Penalty Areas – z. B. Wasserhindernissen). Der Spieler darf den Schläger also beispielsweise aufsetzen und muss keine Golfregeln berücksichtigen, die nicht auch auf beispielsweise dem Fairway gelten.

Für einen tief ins Gestrüpp gespielten Ball hat der Golfer 3 Minuten Zeit für die Suche (vormals: 5 Minuten). Hat er den Ball innerhalb dieser Zeit nicht gefunden, gilt der Golfball als verloren und der Spieler muss einen Strafschlag hinnehmen. Der Spieler setzt das Spiel mit einem neuen Ball so dicht wie möglich von der Stelle fort, von der der verloren gegangene Ball geschlagen wurde.


Baseball GriffÜbrigens: Golflehrer Vaughan Hawtrey wechselt im hohen Gras den Golfgriff und spielt mit dem Baseball-Griff anstatt mit dem Interlocking-Griff, mit dem er sonst spielt.
Der Hintergrund: Mit dem Baseball-Griff bringt er mehr Kraft hinter den Ball und hat somit weniger Probleme, den Ball zurück auf den kurz gemähten Rasen zu spielen.


Bewegt ein Spieler absichtlich seinen Ball im hohen Rough, muss er ebenfalls einen Strafschlag hinnehmen und den Ball an die ursprüngliche Stelle zurücklegen. Wird der Ball von dem Spieler unabsichtlich bewegt, darf er den Ball ohne einen Strafschlag an die ursprüngliche Position zurücklegen.

Gerade zwischen hohem Gras mit Laub und Ästen fällt es Golfern nicht immer leicht, den eigenen Golfball von denen der Flightpartner zu unterscheiden. Hat ein Spieler einen Ball gefunden und ist sich nicht sicher, ob es sich um den eigenen handelt, darf er den Ball aufnehmen, um ihn zu überprüfen. Dieses muss er vorher allerdings deutlich ankündigen. Wird der Ball anschließend nicht an die selbe Stelle zurückgelegt, muss der Spieler zwei Strafschläge hinnehmen.


Golfbegriffe, die jeder Golfspieler kennt


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