Das Green (auch: das Grün) wird im Golfsport der Bereich einer Spielbahn genannt, der rund um das Loch liegt. Der Rasen ist auf dem Green sehr kurz gemäht, da der Ball in diesem Bereich möglichst gut rollen soll. Auf dem Green wählen Golfspieler deswegen in aller Regel den Putter, der für rollende Bälle gedacht ist.

Green - Grün
Das Green auf einer Spielbahn – s. Nr. 5 auf der Grafik

Golfregeln für das Green

Für das Green gibt es in den Golfregeln mehrere Bestimmungen, u. a.:

  • Kein Spieler darf auf eine Puttlinie treten, weder auf die eigene, noch auf die eines Mitspielers (eines Flight-Partners). (Puttlinie = die direkte (gedachte) Linie zwischen dem liegenden Ball und dem Loch)
  • Auf dem Green darf der Spieler den Golfball aufnehmen, um ihn zu reinigen. In allen anderen Bereichen der Spielbahn ist dieses nicht erlaubt.
  • Wer beim Putten die Fahne mit dem Ball trifft, muss eine Strafe hinnehmen. (Aus diesem Grund lassen Golfer die Fahne von einem Flight-Partner herausnehmen [“bedienen”], kurz bevor der rollende Ball das Loch erreicht. Es ist erlaubt, die Fahne vor dem Putt herausnehmen zu lassen bzw. selbst herauszunehmen.)
    • Nachtrag: Mit der Einführung der Golfregeln 2019 ist dieses nicht mehr der Fall! Lässt der Golfer die Fahne stecken und trifft diese anschließend mit dem Ball, gibt es keine Strafe mehr.
  • Pitchmarken müssen vom Golfspieler umgehend mit einer s. g. Pitchgabel entfernt werden. (Pitchmarke = Beschädigung des Greens durch einen gelandeten Golfball)
  • Für ein zügiges Vorankommen auf dem Golfplatz müssen alle Spieler ihre Golfbags an der Seite des Greens abstellen, das dem Abschlag der folgenden Spielbahn am dichtesten ist. So wird verhindert, dass die Golfer nach dem Putten um das gesamte Green herumlaufen müssen, um ihr Equipment zu holen. Dieses würde dazu führen, dass folgende Flights (Spielgruppen) unnötig lange warten müssen.

Bei vielen Golfclubs gibt es zudem die Platzregel, dass auf dem Green nicht gelaufen werden darf! Dieses soll zur Schonung des Greens beitragen.

Spieltaktik auf dem Green

Um eine Spielbahn mit so wenigen Schlägen wie möglich zu beenden, sollte der Golfer auf dem Green höchstens zwei Putts benötigen. Die Spieltaktik lautet entsprechend: Mit dem ersten Putt soll der Golfball so dicht wie möglich an das Loch gespielt werden, um dann mit dem zweiten Putt problemlos einlochen zu können. Daraus ergibt sich wiederum die Spieltaktik für eine gesamte Spielbahn.

Soll der Ball auf einer Bahn mit drei Schlägen eingelocht werden (Par 3 – einem Par-3-Loch), muss der Golfball also vom Abschlag direkt auf dem Green landen, um mit den zwei folgenden Putts auf die Schlagzahl von drei zu kommen. Der Ball überfliegt beim Abschlag das Fairway also komplett und landet sofort auf dem Green.

Fortgeschrittene Golfer und Profis (und Golf-Fans, die Golf im TV verfolgen) sprechen in diesem Zusammenhang auch von Green in Regulation – s. nächster Abschnitt.

Green in Regulation (GiR)

Hat ein Golfer das Green “in Regulation” getroffen (etwa: ”innerhalb der Norm”), hat er lediglich so viele Schläge bis zum Green benötigt, dass er mit zwei Putts ein Par spielen kann. Bei einem Par-5-Loch benötigt der Spieler also drei Schläge, um das Green “in Regulation” zu treffen. Denn zählt man zu diesen drei Schlägen die zwei Putts, die man idealerweise benötigt (s. o. “Spieltaktik auf dem Green”), benötigt der Spieler insgesamt fünf Schläge für das gespielte Loch. Und diese fünf Schläge entsprechen dem Par der Spielbahn (Par 5).

Bei einem Par-5-Loch hat ein Spieler das Green in Regulation also gespielt, wenn er mit dem dritten Schlag auf dem Green gelandet ist. Wie viele Putts er anschließend benötigt, um die Spielbahn zu beenden, ist dabei unerheblich.

Der Blick auf die Anzahl der Löcher, bei denen das Green in Regulation erreicht wurde, ist interessant, wenn ein Spieler z. B. zwar viele Greens in Regulation getroffen hat, aber dennoch am Ende des Tages mit einem schlechten Ergebnis ins Clubhaus zurückkehrt. Dann ist dieses ein Hinweis darauf, dass es mit dem Putten nicht so gut geklappt hat – denn bis zum Green hat der Spieler ja offenbar gut gespielt! Um künftig bessere Ergebnisse zu erzielen, muss der Golfer also sein Spiel mit dem Putter verbessern, weniger das Spiel mit den Wedges, den Eisen oder den Hölzern (s. a. „Golfschläger-Arten – vom Putter bis zum Driver“).


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