Indoor-Golf lohnt sich nicht nur, wenn es witterungsbedingt auf dem Golfplatz zu ungemütlich wird. Die vielen Indoor-Golfanlagen in Deutschland, die in erster Linie in Ballungsgebieten zu finden sind, haben auch bei gutem Wetter ihre Vorzüge. Ich spiele regelmäßig in der Halle – selbst im Sommer.
Indoor-Golf

Warum Indoor-Golf bei gutem Wetter?

Einer der größten Vorteile sind nicht der Schutz vor Wind und Wetter, sondern die guten Trainingsbedingungen.

Die Indoor-Golfanlagen sind durchweg mit Launchmonitoren ausgestattet, so dass auch Otto-Normal-Golfer eine gute Rückmeldung bekommt. Wie war der Treffmoment? Wurde der Sweetspot getroffen? Wie sieht es mit dem Spin aus? Und natürlich: Wie weit ging der Schlag überhaupt?

Wer kein teures Equipment sein Eigen nennt, muss auf der Driving Range des heimischen Golfclubs auf diese Infos verzichten.

Wer beim Indoor-Golf nicht trainiert, sondern eine virtuelle Golfrunde spielt, kommt deutlich zügiger voran als auf einem echten Golfplatz. Die Wege zum liegenden Ball spart man sich ebenso wie die Wege vom Grün zum nächsten Abschlag.

Zügiges Spieltempo in der Halle

Das flotte Spieltempo ist für viele Spieler ein echtes Plus, nicht nur wegen der Zeitersparnis. Zwischen zwei Schlägen liegen nur noch 50 oder 60 Sekunden, nicht mehr mehrere Minuten wie auf einer richtigen Golfrunde. Gerade wenn man noch etwas an der Golfschwung-Technik feilt, kommt man besser in einen Spielrythmus und kommt schnell zu spürbar besseren Ergebnissen. Der Spaßfaktor ist zudem groß: Durch die geringe Wartezeit ist der Spannungsbogen ein ganz anderer als auf einer richtigen Golfrunde.

Last but not least: Der Weg zu einer Indoor-Golfanlage ist für nicht wenige Golfer kürzer als zu einem Golfplatz. (Wen’s interessiert: Für mich sind die Golfplätze in Berlin und Brandenburg relevant.) Die Entfernung zur Anlage ist besonders für Großstädter interessant (meistens zumindest). Ein paar Schläge nach Feierabend sind damit viel eher möglich.

Der Nachteil von Indoor-Golfanlagen

Der meiner Meinung nach größte Nachteil von Indoor-Golfanlagen ist der Kunstrasen. Beim Golfschlag mit einem Eisen ist das Herausschlagen eines Divots elementar. Auf einem Abschlag aus Kunstrasen kann man den Golfschwung natürlich so anpassen, dass das Divot-Herausschlagen imitiert wird. Für Gelegenheitsgolfer ist das allerdings eine große Umstellung – und mitunter nicht besonders angenehm, wenn der Schlägerkopf zu hart mit dem Boden in Berührung kommt.

Das Equipment

Meistens sind separate Spielboxen mit recht lichtstarken Beamern und Launchmonitoren vorhanden. Leihschläger gibt es bei eigentlich jeder Anlage, allerdings nicht immer in bester Qualität. Den eigenen Schlägersatz mitzubringen, empfiehlt sich in jedem Fall, allein schon, um ein optimales Gefühl für das eigene Equipment zu entwickeln.

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Wo gibt es Indoor-Golf?

Indoor-Golf gibt es in erster Linie in Großstädten bzw. in Ballungsgebieten wie zum Beispiel den Großräumen Berlin, München, Hamburg und Köln. In ländlichen Regionen ist es kaum möglich, eine Indoor-Golfanlage wirtschaftlich vernünftig zu unterhalten. Dafür gibt es hier nicht genügend Golfer.

In Großstädten gibt es Indoor-Golf oftmals entweder angegliedert in Golfshops oder als eigenständiger Betrieb in einem Gewerbegebiet.

Indoor-Golf als Teil eines Golfshops

Gerade Golfshops, die in Industriegebieten angesiedelt sind und ausreichend Platz haben, führen mitunter eine eigene Anlage für Indoor-Golf. Die Anlage lohnt sich nicht nur, um den Verkäufern beim Fitting zu helfen, sondern auch, um den Golfern der Region einen weiteren Anreiz zu bieten, den Laden zu besuchen. Dabei helfen auch unregelmäßig veranstaltete Events, zum Beispiel Wettkämpfe oder auch Fitting-Veranstaltungen, die von Golfschläger-Herstellern angeboten und durchgeführt werden. Die Anschaffung des Indoor-Golf-Equipments rechnet sich also für die Shopbetreiber.

Golfanlagen in Gewerbegebieten

Lage, Lage, Lage, heißt es, wenn es um Immobilien oder um Gewerbeeinheiten mit Laufkundschaft geht. Für Indoor-Golfanlagen stimmt dieses nur bedingt, denn die Vorzüge, die ein Standort in einem Gewerbegebiet hat, wiegt die Nachteile eines Standorts abseits von Wohngebieten auf. Für die Anlagenbetreiber geht es um eine Kombination aus ausreichend Platz und niedrigen Mietkosten.

Eine Gewerbefläche in zentraler Lage, die ausreichend Platz bietet, verursacht Kosten, die mit einer Indoor-Golfanlage selbst bei voller Auslastung kaum zu decken sind. Die Betreiber müssten Preise für Ihre Kunden aufrufen, die in keinem Verhältnis zum Gebotenen stehen. Es gilt also, die laufenden Kosten zu drücken. Für reine Anlagen für Indoor-Golf lohnt sich deswegen häufig nur ein Standort in Gewerbegebieten.


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