Was muss man wissen, wenn man Golfen lernen möchte? Mit welchen Kosten muss man als Anfänger rechnen und wie viele Kcal verbrennt man eigentlich auf einer Golf-Runde?

Fragen über Fragen – hier gibt es Antworten.

Golfen für Einsteiger

So lernt man Golfen

Wer noch nie einen Golfschläger in der Hand gehalten hat und einfach nur mal drauflos golfen möchte, halte sich einen x-beliebigen Sonntag in den warmen Monaten frei und schaue beim nächstgelegenen Golfclub vorbei. 

In Deutschland hat es sich eingebürgert, dass Golfclubs an jedem Sonntag einen (oft kostenfreien) Schnupperkurs anbieten, für den man nichts weiter als ein paar bequeme Schuhe braucht. Der Rest wird gestellt: Golfschläger-Set, Golfbälle und natürlich ein fachkundiger Golflehrer. Nach einer kurzen Einführung inkl. Demonstartion geht’s dann für ein paar erste Bälle auf die Driving Range, das große Übungsfeld, auf den die Golfbälle nach belieben geschlagen werden können.

Wer schon mal vorab gucken möchte:


>> Golfgriff – Richtig den Golfschläger halten


Hat man sich nach dem Schnupperkurs dazu entschieden wirklich mit dem Golfen anzufangen, belegt man in der Regel einen s. g. Kurs für die Golf-Platzreife. Hier lernt man nicht nur die wichtigsten Golfschläge, sondern auch die wichtigsten Golfregeln, die Golfer wissen müssen. Die Golfregeln sind nicht nur wichtig um zu lernen, wie man nach einem Schlag in ein Wasserhindernis weiterspielt, sondern auch, um ein möglichst flüssigen Spielablauf zu gewährleisten. Das ist wichtig, um nachfolgende Golfer nicht unnötig zu behindern. Gerade an Wochenenden, an denen die Startzeiten fast überall ausgebucht sind, ist dieses wichtig.

Wer schon mal einen Blick in die Regeln werfen möchte: Dieses Regelbuch bewährt sich aufgrund seiner guten Verständlichkeit seit Jahren und wird häufig bereits zu Beginn des Platzreifekurses als Lektüre/Lernhilfe empfohlen. Golfer mit Handicap (also mit bereits bestandener Platzreife) führen das Heftchen in der Regel ebenfalls bei sich, um im Zweifelsfall nachschlagen zu können.

Die Kosten beim Golf

Wenn es um die Kosten beim Golf geht, unterscheidet man zwischen Einmal-Kosten wie z. B. der Anschaffung eines Satz Golfschlägers oder auch der Gebühr für den Platzreifekurs und laufenden Kosten wie z. B. den Kosten für eine Klubmitgliedschaft (die i. d. R. monatlich fällig ist) und auch für Golfbälle (Stichwort: Wasserhindernisse).

Wie hoch die Einmal- und die laufenden Kosten ausfallen, hängt von den individuellen Wünschen und Bedürfnissen ab. Um zumindest ganz grobe Richtwerte zu nennen:

  • Die Einmal-Kosten für Anfänger belaufen sich (realistisch/optimistisch kalkuliert) auf etwa 1.500 Euro.
  • Die laufenden Kosten belaufen sich für einen durchschnittlichen Golfer auf etwa 150 Euro monatlich. Wer nicht Mitglied in einem Golfclub werden möchte, kommt allerdings auch mit deutlich weniger aus. Wer keine hohen Ansprüche hat, kann die laufenden Kosten u. U. sogar komplett auf Null halten.

Wie sich diese beiden Posten zusammensetzen, erfahren Sie im Beitrag “Golf spielen: die Kosten”.

Die wichtigsten Golfbegriffe

Wieso freuen sich Golfer über Vögel wie zum Beispiel einen Albatros? Was ist gemeint, wenn ein Golfer zu anderen Golfern sagt “Wir spielen jetzt einen Chapman-Vierer!”? Und wer ist eigentlich Mitglied im “Klub der armen Schweine”?

Diese und noch mehr Antworten gibt es im Golflexikon von Golf Knigge.

Wie viel Kcal verbrennt man beim Golf?

Anfänger stellen die Frage nach den Kcal beim Golfen immer wieder – warum auch immer. Ich vermute es geht darum, einen Anhaltspunkt zu finden, wie anstrengend die Sportart ist.

Pauschal kann man natürlich nicht sagen, wie viel Kcal man auf einer Golf-Runde verbrennt. Um aber wenigstens eine grobe “Hausnummer” zu nennen: Ein durchschnittlicher Golfspieler, der auf einer 18-Loch-Bahn rund 8 Kilometer läuft, verbraucht ganz grobe 1.400 bis 1.500 Kilokalorien (Quelle: Rose Medical Center, Denver / Colorado). Das ist selbstverständlich nur ein ganz grober Richtwert, bei dem deutliche Abweichungen nach oben und unten möglich sind.

Grundsätzlich spielen folgende Faktoren eine Rolle, wenn es um den Energieverbrauch auf dem Golfplatz geht.

  • Wie lange ist man unterwegs? Ganz klar: Je länger man auf der Golfrunde ist (je länger man also unterwegs ist und je häufiger man schlägt), desto mehr Kcal verbrennt man. Hier spielt nicht nur das eigene Können eine Rolle (gute Spieler sind seltener im Rough und benötigen weniger Schläge – und sind damit deutlich schneller auf dem Green des 18. Lochs als Anfänger), sondern auch der “Verkehr” auf dem Golfplatz. An einem Sonntag spielt man womöglich mit drei anderen Golfern in einer Gruppe (einem s. g. “Flight”) und muss womöglich immer wieder vor dem nächsten Abschlag warten, wenn dort ebenfalls eine größere Gruppe unterwegs ist.
  • Welche körperliche Konstitution bringt man mit? Von 0 auf 100 ist’s schwerer als von 80 auf 100. Wer eine Grundfitness mitbringt, ist nicht so schnell aus der Puste wie ein Golfer, der sich jahrelang kaum bewegt hat. Der unsportliche Spieler wird sich auf einer Golfrunde also deutlich mehr verausgaben als der fitte – und entsprechend mehr Kilokalorien verbrauchen.
  • Wie sieht es mit der Ernährung bzw. dem eigenen Stoffwechsel aus? Auch hier gilt: Wer grundsätzlich in guter Verfassung ist, hat es letztlich auf dem Kurs leichter. 

Entscheiden hinzu kommen natürlich noch weitere Faktoren wie z. B. die Ausrüstung: Trägt der Golfer sein Equipment mit einem s. g. Carry-Bag oder schiebt bzw. zieht er seine Ausrüstung mit einem Golftrolley? Golfer, die mit einem Golfcart über den Platz fahren, haben selbstverständlich noch einen ganz anderen Energieverbrauch beim Golfen. Golfcarts sind unter Golfern übrigens keineswegs verpönt: Es gilt das ungeschriebene Gesetz: Der sportliche Teil des Golfspiels ist nicht das Schleppen der eigenen Ausrüstung, sondern das Spiel selbst.

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